Die KulturLegi in der Schweiz

743'000 Menschen waren 2024 in der Schweiz von Armut betroffen. Das entspricht 8,4 Prozent der Bevölkerung. Dies hat weitreichende Konsequenzen: Armut führt häufig zu einer eingeschränkten Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben bis hin zu sozialer Isolation.

Die KulturLegi wirkt dem entgegen indem sie Kultur-, Bildungs- und Sportangebote für Menschen an der Armutsgrenze erschwinglich macht und so ihre Integration in das gesellschaftliche Leben fördert.

Günstiger ins Museum, zum halben Preis ins Kino oder reduzierte Kosten für einen Tanzkurs - Lichtblicke im oft schwierigen Alltag für Menschen mit schmalem Budget.

Derzeit besitzen mehr als 219'000 Menschen in der Schweiz eine KulturLegi - das Bedürfnis nach Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben ist gross. Die KulturLegi leistet dabei einen wichtigen Beitrag zur Vision einer Schweiz, in der alle Menschen am sozialen, kulturellen und sportlichen Leben teilhaben können.

Hier finden Sie die Jahresberichte der KulturLegi Schweiz:

Jahresbericht 2025

Jahresbericht 2024

Jahresbericht 2023

Jahresbericht 2022

Jahresbericht 2021

Jahresbericht 2020


Wie ist die KulturLegi organisiert?

16 regionale Caritasorganisationen betreiben je ein regionales KulturLegi-Büro, stellen dort die KulturLegis aus und bieten eine grosse Auswahl an regionalen Angeboten. Gemeinsam mit der Caritas Schweiz betreiben sie eine nationale Geschäftsstelle.

Lanciert wurde die erste KulturLegi 1996 in der Stadt Zürich von der IG Sozialhilfe, die das Angebot während vielen Jahren mit grossem Engagement aufbaute. Caritas Zürich und HEKS Zürich/Schaffhausen waren damals im Vorstand der KulturLegi Zürich. 2003 starteten die beiden Hilfswerke in Winterthur die KulturLegi Winterthur. Ab 2004 war Caritas Zürich alleinige Trägerin der KulturLegi. Das Angebot wurde in der Folge in weiteren Regionen der Schweiz eingeführt.


Die KulturLegi stärkt die gesellschaftliche Teilhabe

Ende 2025 nutzten fast 220'000 Menschen mit knappem Budget die KulturLegi. Ihnen standen schweizweit mehr als 4'300 vergünstigte Angebote in den Bereichen Kultur, Sport, Bildung, Gesundheit und Freizeit zur Verfügung. Um die Wirkung der KulturLegi zu überprüfen, führte Caritas Anfang 2026 erneut eine umfassende Wirkungsmessung durch.

Für die Evaluation wurden 6'640 KulturLegi-Nutzende sowie 515 Angebotspartner*innen aus der ganzen Schweiz online befragt. Die Untersuchung zeigt deutlich: Die KulturLegi erleichtert Menschen mit wenig Geld die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, entlastet finanziell und verbessert den Zugang zu Angeboten, die sonst oft ausser Reichweite wären.

Zentrale Erkenntnisse:

  • 84 Prozent der Befragten erleben dank der KulturLegi eine finanzielle Entlastung.
  • 84 Prozent können Angebote nutzen, die sie sich ohne KulturLegi nicht leisten könnten.
  • 69 Prozent nehmen häufiger an Kultur-, Sport-, Freizeit- oder Bildungsaktivitäten teil.
  • 77 Prozent empfinden die KulturLegi als Bereicherung ihres Lebens.
  • 65 Prozent fühlen sich dank der KulturLegi stärker in die Gesellschaft eingebunden.
  • 72 Prozent besuchen seit dem Erhalt der KulturLegi häufiger kulturelle Veranstaltungen.
  • 93 Prozent sind mit der KulturLegi insgesamt zufrieden.
  • 95 Prozent würden die KulturLegi weiterempfehlen.

Wichtigste Handlungsfelder:

  • Die Sichtbarkeit der KulturLegi bei Angebotspartner*innen weiter verbessern.
  • Informationen über Angebote gezielter und einfacher zugänglich machen.
  • Digitale und physische KulturLegi weiterhin parallel anbieten.
  • Gruppenangebote und gemeinschaftliche Aktivitäten ausbauen, um soziale Teilhabe zusätzlich zu fördern.
  • Die Zusammenarbeit mit Angebotspartner*innen weiter stärken und deren Reichweite erhöhen.

Zum vollständigen Wirkungsbericht 2026 gelangen Sie hier.

Wirkungsbericht 2026

Wirkungsbericht 2024